Woher kommt der Ökostrom?

Als junger Lieferant sind wir unglaublich stolz darauf, dass wir in der belgischen Energielandschaft, die von den großen multinationalen Konzernen dominiert wird, unsere Spuren hinterlassen können. Watz gehört zur ausgewählten Gruppe von Anbietern, die 100 % Öko- und belgischen Strom anbieten.

100% belgisch?

Das Herkunftsland deiner Energie findest du unter https://www.vreg.be/en/energy-market. Du wirst schnell feststellen, dass alle etablierten Unternehmen einen Teil ihrer Energie aus dem Ausland beziehen. Watz legt Wert darauf, die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Unser ausgewählter Verbund besteht neben watz vor allem aus Genossenschaften, bei denen man zunächst Aktionär werden müssen, um Strom zu beziehen.

100% grün?

Und ob wir 100 % grün sind! Für jede an unsere Kunden gelieferte kWh legen wir der VREG, den sogenannten GO (Guarantee of Origin), also ein Herkunftsnachweis vor. Nur so kann transparent dargestellt werden, woher Strom kommt. Energieverbrauch ist per Definition grau und nicht nachvollziehbar. Eine GO ist ein eindeutiger Beweis, der bei der Erzeugung von Ökostrom ausgestellt wurde. Diese Herkunftsnachweiszertifikate für Watz stammen ausschließlich aus grünen Kraftwerken für Wind, Sonne, Biogas und Wasserkraft in Belgien.

Die Tatsache, dass wir hier belgische GOs wählen, ist ein großer Unterschied. Das GO-System ist ein europäisches System, mit dem Energieversorger ausländische GOs zu Dumpingpreisen kaufen können. Diese ausländischen GOs werden von anderen Anbietern verwendet, um den hier in Belgien angebotenen Strom als Ökostrom zu verkaufen.

Mehr als 27 % der in Flandern gelieferten Stromversorgung war 2015 umweltfreundlich. Nur 46 % dieses Anteils an Ökostrom wurden in Belgien erzeugt, 38 % stammten aus Skandinavien und die restlichen 16 % wurden aus anderen europäischen Ländern importiert. Eine kleine Randnotiz – Physikalisch hat uns dieser Strom aus Island und anderen Ländern nie erreicht.

Kleine Stromanbieter werden benachteiligt

Auch Greenpeace bemängelt diese Lücke im europäischen System von GOs und die Grün-Färbung von Elektrizität. Diese Lieferanten bekommen zu Recht eine schlechte Bewertung.

Bedauerlicherweise verwendet Greenpeace eine andere Definition von Ökostrom als die offizielle Regulierungsbehörde für den Energiemarkt – VREG -, die für die Berechnung ihre Bewertung eine andere Auswahl von Parametern verwendet.

Als junger Energieversorger haben wir zum Beispiel noch keine eigene Produktionskapazität – oder ein Investitionsprogramm für unsere eigene Produktion – was bedeutet, dass wir diesen Parametern ausgeliefert sind. Die Punkte werden dann basierend auf dem Produktionsmix des nordwesteuropäischen Marktes vergeben, der alles andere als 100 % grün ist. Dies ändert nichts an der Tatsache, dass wir unsere Garantien von einem anderen belgischen Unternehmen gekauft haben, das solche Investitionen getätigt hat (z. B. Aspiravi, …).

Es ist daher eine Schande, dass Greenpeace diese Argumentationslinie für belgische GVO nicht durchsetzt und weitgehend dieselbe Linie wie ausländische GOs verfolgt. Wir weisen auch darauf hin, dass auch Energieerzeuger/-lieferanten mit 100 % erneuerbarer Produktion verpflichtet sind, GOs an VREG zu liefern. Wenn beispielsweise die Produktion eines gesamten Windparks ausfällt, muss die Stromversorgung des Kunden gewährleistet sein. Es ist möglich, dass dies mit … grauem Strom passiert.

Angesichts der Tatsache, dass die Regulierungsbehörde der offizielle Mechanismus ist, der den flämischen Energiemarkt kontrolliert, glauben wir immer noch, dass unser Strom nicht nur zu 100 % umweltfreundlich ist, sondern auch in unserem eigenen Land erzeugt wird. Das System der GOs, bzw. Herkunftsnachweise, wird ebenfalls von der VREG für jede Transaktion geprüft.

Wir freuen uns, dass unsere Kunden uns als junges Unternehmen unterstützen wollen, wofür wir uns herzlich bedanken. Wir haben uns bereits verpflichtet, uns in Zukunft nicht nur als 100 % grüner Lieferant, sondern auch als 100 % grüner Produzent zu präsentieren.

Quelle: VREG. (2016). Herkunft des in Flandern gelieferten Stroms im Jahr 2015

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